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Zeichenutensilien - Womit ich am liebsten zeichne

Ich male jetzt schon seit...16 Jahren? Und habe schon die ein oder andere Technik ausprobiert. Hier eine Zusammenstellung der Materialien und Beispiel-Bilder.

Pelikan Tusche mit Wasser verdünnt

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Ich hatte bei diesem Bild mehrere Schälchen stehen, die immer eine unterschiedliche Menge an Wasser und Tusche vermischt hatten. Man kann damit hervorragend verschiedene Graustufen ins Bild bringen. Einziges Problem: Es ist schwierig den selben Grauton hervorzubringen, wenn man ein Schälchen aufgebraucht hat. Aber egal, man hat Spaß am Experimentieren :)


Die richtigen Buntstifte - Faber-Castell Colors of Nature



Meine Ma kaufte mir in der Grundschule immer die billigsten Buntstifte. Ätzend! Dabei können Buntstifte GUT und GÜNSTIG sein.
Das 36-Set Colors of Nature von Faber-Castell hat mich nur lächerliche 8€ gekostet. Und die Farben sind grandios. Worin sich die Colors of Nature von anderen Bunties unterscheiden: Sie sind ölhaltiger, geben dadurch mehr Farbe ab und decken das Papier somit besser. Das Ergebnis sind dann leuchtende Farben. Je ölhaltiger, desto besser kann man Farben auch mischen.


Faber-Castell Polychromos



Noch ölhaltiger sind die Polychromos von Faber-Castell. Für das 24er Set zahlte ich knapp 40€, gibt's aber natürlich günstiger irgendwo. Die Colors of Nature nutzte ich als Grundierung und mit den Polychromos setzte ich dann die kräftigeren Farben.
Die Stifte kann man auch einzeln kaufen, kommt dann teurer.., aber dafür bietet Faber-Castell eine sehr schöne Farbpalette. Nicht jede Farbe ist jedoch vom Ölgehalt gleich. Bestimmte Farben waren viel zu hart, als dass man ordentlich damit arbeiten konnte (lika, türkis..).

Einziges Problem bei den Polychromos: Lassen sich nicht so leicht radieren. Ist man mit einer Farbe unzufrieden, muss man improvisieren oder damit leben. Oder von vorne anfangen, haha. No.



Joseph Gillots Mapping Pen und ein Küchenschwamm



Outlines zeichne ich seither immer mit Tusche. Die Tusche hat eine hohe Deckkraft, verliert beim Radieren nicht an Stärke und ist nach dem Trocknen wasserfest. In einem kleinen Laden hatte ich die Joseph Gillots Federn gekauft, die sehr sehr feine Linien gaben, wenn man sie verkehrt herum hielt.
Leider gingen die Federn sehr schnell kaputt. Irgendwann hatte ich im Laden alle aufgekauft und sie wollten auch keine neuen mehr nachbestellen. Meine letzten bestellte ich aus Spanien, alle kaputt gegangen xD
Schraffieren macht unendlich Spaß.
Für den Hintergrund habe ich Tusche und Wasser verdünnt und mit einem Küchenschwamm draufgetupft. Teile des Bildes, die keine Tusche abbekommen sollte, hatte ich vorsichtig mit Papier überklebt und nach dem Tupfen wieder entfernt.



Highlights mit weißer Tusche




Die weiße Tusche von Pelikan ist sehr eigensinnig. Ich kann immer nur dann damit arbeiten, wenn es eine Weile gestanden hat und die weiße Tusche dickflüssiger wurde. Danach deckte es gut. Das einzige, was mich störte: Es ist klebrig. Musste meinen Scanner immer sauber kratzen...mittlerweile bin ich auf Gelstift /Deckweiß etc umgestiegen, aber so ganz zufrieden bin ich immer noch nicht :/

Man kennt das vielleicht von Ölgemälden: Die Bilder haben einen dreidimensionalen Touch, wenn die Farben dick aufgetragen wurden. Den selben Effekt gibt es auch bei diesem Bild, wenn man sich das Original anschaut.
Bei diesem Bild hatte ich erstmals auf 250g Papier gezeichnet. Sieht man an den dreckigen Buntstift-Strichen, aber dafür hält das Papier mehr aus.


Copic Ciao - Markerstifte bzw. "Mein Geldbeutel weint"



Das 72er Set "B" hatte ich mir für 160€ auf eBay ersteigert, glaube ich. Preis musste ich damals geheim halten, sonst hätte man mich erdrosselt. Aber hey, es war Liebe auf den ersten Blick. Buntstifte sind schön, aber anstrengend, verdammt anstrengend.
Hier kann man mit wenig Mühe ganze Flächen decken, Farben zu sanften oder knallbunten Tönen mischen. Mit dem richtigen Markerpapier gelingen tolle Farbübergänge.
Heißt nicht, dass die Handhabung einfach ist. Jeder Farbton verhält sich anders, man lernt nach und nach, wie die Farben "ticken" und weiß dann, welche Menge man auftragen muss, um erfolgreich mischen zu können. Aber das Experimentieren macht Spaß und die Ergebnisse sind toll!

Beim 72er Set gab es Set "A" und Set "B" zur Auswahl. Nach langem hin und her hatte ich mich für B entschieden, weil da mehr Pastelltöne dabei waren. Es sind nur leider einige basic Farben nicht dabei, z.B. Schwarz, Hautfarbe, diverse Blautöne. Kann man auch einzeln nachkaufen, ist halt nur teuer :|

Was die Tusche angeht bin ich irgendwann auf Röhrchenfedern und auf Winsor & Newton umgestiegen. Röhrchenfedern halten mehr aus, und mal ehrlich, etwas dickere Linien schaden auch nicht. Auf Pelikan habe ich auch verzichtet, weil die Konsistenz bei W&N besser ist. Pelikan hatte mehr "Ruß", war etwas staubiger. Schwer zu erklären xD
Die Winsor & Newton gibt es übrigens in vielen verschiedenen leuchtenden Farben.

So, ich hoffe, jemand konnte etwas hiermit anfangen :)
Tags: artist's lament, copics, fanart, how to, tutorial
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